AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

1. Anwendungsbereich

1.1. Diese AGB legen den Inhalt und die Abwicklung von Verträgen zwischen dem Kunden (in weiterer Folge als „Auftraggeber“ bezeichnet) und AN translations, vertreten durch Aleksandra Niebauer, MA (in weiterer Folge als „Auftragnehmerin“ bezeichnet), die die im Punkt 3.1. angeführten Leistungen erbringt, fest.

1.2. Soweit in diesen AGB auf natürliche Personen bezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sie sich diese auf Männer und Frauen in gleicher Weise.


2. Kooperation zwischen Auftraggeber und Auftragnehmerin

2.1. Der Auftraggeber hat die Auftragnehmerin, so weit wie möglich und für den Auftrag sinnvoll, durch Bereitstellung der zur Erbringung der Dienstleistung notwendigen Unterlagen sowie Informationen zu unterstützen; folgendes kann dazu nötig sein:

·             Stil-Richtlinien (sofern der Auftraggeber die Verwendung einer organisationsspezifischen Sprache bzw. Terminologie oder eine spezifische Form von  Abkürzungen bzw. einer kontrollierten Sprache wünscht, muss er dies der Auftragnehmerin mitteilen und ihr alle erforderlichen Unterlagen zur Verfügung stellen)

·             unternehmensinterne Terminologie, Fachterminologie;

·             bereits bestehende Übersetzungen, relevante Übersetzungseinheiten aus Translation Memories;

·             im Ausgangstext referenzierte Publikationen;

·             technische Unterlagen und Anschauungsmaterial;

·             Schulungsmaterial;

·             Internetadressen;

·             Paralleltexte;

·             Hintergrundtexte;

·             Betriebsbesichtigungen;

·             bestimmte Technologien (insbesondere andere als die gängigen „Office“-Anwendungen) hat der Auftraggeber zur Verfügung zu stellen.

2.2. Der Auftraggeber verpflichtet sich weiters, der Auftragnehmerin bereits vor Anbotslegung den Verwendungszweck mitzuteilen, z. B. ob diese

·             nur zur eigenen Information;

·             zur Veröffentlichung und/oder Werbung;

·             für rechtliche Zwecke und/oder Patentverfahren;

·             oder einem anderen Zweck dienen soll, bei dem eine besondere Übersetzung der Texte durch die damit befasste Auftragnehmerin von Bedeutung ist.

2.3. Darüber hinaus muss der Auftraggeber der Auftragnehmerin im Voraus kompetente Ansprechpartner benennen, die für Rückfragen zur Verfügung stehen.

2.4. Die Auftragnehmerin hat offensichtliche Mängel (z. B. widersprüchliche Angaben etc.) des Ausgangstextes mit dem Auftraggeber zu klären und kann ihn auf eventuelle Tippfehler und sonstige Fehler aufmerksam machen.

2.5. Die fachliche und sprachliche Richtigkeit des Ausgangstextes fällt ausschließlich in die Verantwortung des Auftraggebers. Für Mängel, die sich aufgrund unzureichender Spezifizierung, sprachlicher und terminologischer Ungenauigkeiten des Ausgangstextes usw. ergeben, ist eine Haftung der Auftragnehmerin ausgeschlossen.

2.6. Die Zahlenwiedergabe durch die Auftragnehmerin erfolgt nur nach dem Ausgangstext. Für die Umrechnung von Zahlen, Maßen, Währungen und dergleichen ist ausschließlich der Auftraggeber verantwortlich.


3. Angebot/Auftrag und Umfang der Leistung

3.1. Der Leistungsumfang gegenüber dem Auftraggeber umfasst grundsätzlich das Übersetzen bzw. die Lokalisierung, aber auch die Durchführung allfälliger Zusatzleistungen (z. B. Korrekturlesen, Lektorat, Fachrecherche) bzw. anderer Leistungen.

3.2. Bei Texten, die mit den gängigen Office-Anwendungen bearbeitbar sind, wird die Formatierung des Ausgangstextes beibehalten. Zieltexte sind von der Auftragnehmerin, so nichts anderes vereinbart ist, in elektronischer Form zu liefern.

3.3. Etwaige Sonderwünsche sind getrennt zu vereinbaren und zu honorieren (Sonderformate, Fahnenkorrektur usw.).

3.4. Die Auftragnehmerin verpflichtet sich, alle übertragenen Tätigkeiten nach bestem Wissen und Gewissen und rechtzeitig durchzuführen.

3.5. Der Auftraggeber darf die Übersetzung nur zu dem von ihm angegebenen Zweck verwenden. Für den Fall, dass der Auftraggeber die Übersetzung für einen anderen als den vereinbarten Zweck (2.2.) verwendet, ist eine diesbezügliche Haftung der Auftragnehmerin ausgeschlossen.

3.6. Die Auftragnehmerin hat das Recht, den Auftrag an einen gleich qualifizierten Fachkollegen in Substitution weiterzugeben. In diesem Falle bleibt sie jedoch ausschließliche Auftragnehmerin und Vertragspartnerin des Auftraggebers.

3.7. Ein Kostenvoranschlag gilt nur dann als verbindlich, wenn er schriftlich (im Original, per Fax oder E-Mail) und nach Vorlage der zu übersetzenden Unterlagen erstellt wurde. Andere Kostenvoranschläge gelten immer nur als unverbindliche Richtlinie. Der Kostenvoranschlag wird nach bestem Fachwissen der Auftragnehmerin erstellt, es kann jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit übernommen werden. Sollten sich nach Auftragserteilung Kostenerhöhungen im Ausmaß von über 15 % ergeben, so wird die Auftragnehmerin den Auftraggeber davon unverzüglich verständigen. Handelt es sich um unvermeidliche Kostenüberschreitungen bis 15 %, ist eine gesonderte Verständigung nicht erforderlich, und diese Kosten können von der Auftragnehmerin ohne Rücksprache mit dem Auftraggeber in Rechnung gestellt werden.


4. Termine, Lieferung

4.1. Hinsichtlich der Frist für die Lieferung der Übersetzung ist die jeweilige Vereinbarung zwischen dem Auftraggeber und der Auftragnehmerin maßgebend. Ist das Lieferdatum ein unabdingbarer, nicht durch eine angemessene Nachfrist verlängerbarer Bestandteil des von der Auftragnehmerin angenommenen Auftrages und hat der Auftraggeber an einer verspäteten Lieferung kein Interesse („Fixgeschäft“), so hat der Auftraggeber dies im Vorhinein bekannt zu geben.

4.2. Auftraggeber und Auftragnehmerin müssen folgende Termine vereinbaren:

·             Eingang des Ausgangstextes und aller zur Hintergrundinformation notwendigen Unterlagen bei der Auftragnehmerin;

·             Eingang der Übersetzung beim Auftraggeber in der vereinbarten Lieferform.

4.3. Voraussetzung für die Einhaltung der Lieferfrist sowie des Liefertermins, auch bei einem Fixgeschäft, ist der rechtzeitige Eingang sämtlicher vom Auftraggeber zu liefernden Unterlagen im angegebenen Umfang (z. B. Ausgangstexte und alle erforderlichen Unterlagen zur Hintergrundinformation) sowie die Einhaltung der vereinbarten Zahlungsbedingungen und sonstigen Verpflichtungen. Werden diese Voraussetzungen nicht rechtzeitig erfüllt, so verlängert sich die Lieferfrist entsprechend um den Zeitraum, um den der Auftragnehmerin die erforderlichen Unterlagen verspätet zur Verfügung gestellt wurden; für den Fall eines Fixgeschäfts obliegt es der Auftragnehmerin zu beurteilen, ob auch bei verspäteter Zurverfügungstellung von Unterlagen durch den Auftraggeber der vereinbarte Liefertermin eingehalten werden kann.

Die Nichteinhaltung der Lieferfrist berechtigt den Auftraggeber nur im Falle der oben eingehaltenen Voraussetzungen und eines ausdrücklich vereinbarten Fixgeschäftes zum Rücktritt vom Vertrag.

4.4. Die mit der Lieferung (Übermittlung) der Übersetzung und der Unterlagen verbundenen Gefahren trägt der Auftraggeber.

4.5. Ist nichts anderes vereinbart, so verbleiben die vom Auftraggeber der Auftragnehmerin zur Verfügung gestellten Unterlagen nach Abschluss des Übersetzungsauftrages bei der Auftragnehmerin. Die Auftragnehmerin hat dafür zu sorgen, dass diese Unterlagen sorgsam verwahrt werden, sodass Unbefugte keinen Zugang dazu haben, die Verschwiegenheitsverpflichtung nicht verletzt wird und die Unterlagen nicht vertragswidrig verwendet werden können


5. Honorar und Zahlungsbedingungen

5.1. Die Preise für Übersetzungen bestimmen sich, soweit nichts anderes vereinbart worden ist, nach den Tarifen (Preislisten) der Auftragnehmerin, die für die jeweilige Art der Übersetzung anzuwenden sind.

5.2. Sofern nichts anderes vereinbart ist, werden Übersetzungen nach Normzeilen (à 55 Zeichen inkl. Leerzeichen) des Ausgangstextes berechnet, die unter Verwendung der Funktion „Wörter zählen“ in MS Word ermittelt werden.

5.3.1. Als Berechnungsbasis für andere Sprachdienstleistungen gilt die jeweils vereinbarte Grundlage (z. B.: Wörter, Stundensatz oder Pauschale; Zieltext oder Ausgangstext).

5.3.2. Für die Überprüfung von Fremdübersetzungen wird ein angemessenes Entgelt in Rechnung gestellt.

5.3.3. Für das Korrekturlesen bzw. Lektorat von Texten steht der Auftragnehmerin ein angemessener Kostenersatz zu.

5.3.4. Für Express- und Wochenendarbeiten können angemessene Zuschläge verrechnet werden, welche vorab zu vereinbaren sind.

5.4. Die vereinbarte Vergütung wird mit Erbringung der Leistung und nach Rechnungsstellung ohne Abzug zur sofortigen Zahlung fällig. Die Forderungen aus der Rechnung sind per Überweisung auf das in der Rechnung genannte Bankkonto innerhalb von 14 Tagen zu begleichen. Ist Abholung vereinbart und erfolgt diese durch den Auftraggeber nicht zeitgerecht, so entsteht die Zahlungspflicht des Auftraggebers mit dem Tage der Bereitstellung der Übersetzung zur Abholung.

5.5. Die Auftragnehmerin ist berechtigt, im Vorhinein eine angemessene Akontozahlung zu verlangen.

5.6. Bei Stornierung des Auftrags durch den Auftraggeber, die kurzfristig oder nach der Aufnahme der dazu notwendigen Arbeitsschritte (jedoch nicht früher als zwei Stunden nach der Bestätigung des Auftrags) erfolgt, ist die Auftragnehmerin berechtigt, eine Stornogebühr in Höhe von bis zu 100 % des fälligen Honorars in Rechnung zu stellen.

5.7. Tritt Zahlungsverzug ein, so ist die Auftragnehmerin berechtigt, beigestellte Auftragsunterlagen (z. B. zu übersetzende Manuskripte) zurückzubehalten. Bei Zahlungsverzug können Verzugszinsen in der Höhe von 8 % über dem jeweiligen Basiszinssatz der Europäischen Zentralbank p.a. in Anrechnung gebracht werden. Darüber hinaus sind eventuell anfallende Inkasso- und Rechtsanwaltskosten zu bezahlen.

5.8. Wurden zwischen dem Auftraggeber und der Auftragnehmerin Teilzahlungen (z. B. eine Akontozahlung) vereinbart, ist die Auftragnehmerin bei Zahlungsverzug des Auftraggebers berechtigt, die Arbeit an den bei ihr liegenden Aufträgen ohne Rechtsfolgen für sie und ohne Präjudiz für ihre Rechte so lange einzustellen, bis der Auftraggeber seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommt. Dies gilt auch für Aufträge, bei denen eine fixe Lieferzeit vereinbart wurde (Fixgeschäft nach den Punkten 4.1 und 4.3.).


6. Höhere Gewalt

6.1. Im Falle des Eintritts höherer Gewalt hat die Auftragnehmerin den Auftraggeber, soweit möglich, unverzüglich davon zu benachrichtigen. Höhere Gewalt berechtigt sowohl die Auftragnehmerin als auch den Auftraggeber, vom Vertrag zurückzutreten. Der Auftraggeber hat jedoch der Auftragnehmerin Ersatz für bereits getätigte Aufwendungen und ein angemessenes Honorar für die bereits erbrachten Leistungen zuzubilligen.

6.2. Als Fall höherer Gewalt sind insbesondere anzusehen: Arbeitskonflikte; Kriegshandlungen; Bürgerkrieg; Stillstand der Rechtspflege und/oder Verwaltung, Abbruch der Kommunikationsmittel; Eintritt von durch die Auftragnehmerin selbst nicht beeinflussbaren, unvorhersehbaren Ereignissen, die nachweislich die Möglichkeit der Auftragnehmerin, den Auftrag vereinbarungsgemäß zu erledigen, entscheidend beeinträchtigen.


7. Gewährleistung und Schadenersatz

7.1. Sämtliche Mängel müssen vom Auftraggeber in hinreichender Form schriftlich erläutert und nachgewiesen werden. Der Auftraggeber hat offensichtliche Fehler der Übersetzung innerhalb von zwei Wochen nach Eingang der Übersetzung zu rügen.

7.2. Zur Mängelbeseitigung hat der Auftraggeber der Auftragnehmerin eine angemessene Frist und Gelegenheit zur Nachholung und Verbesserung ihrer Leistung zu gewähren. Werden die Mängel innerhalb angemessener Frist von der Auftragnehmerin behoben, so hat der Auftraggeber weder einen Anspruch auf Preisminderung noch auf Wandlung des Vertrages.

7.3. Wenn die Auftragnehmerin eine Verbesserung verweigert oder die angemessene Nachfrist verstreichen lässt, ohne den Mangel zu beheben, kann der Auftraggeber vom Vertrag zurücktreten (Wandlung) oder Herabsetzung des Honorars (Preisminderung) verlangen. Bei geringfügigen Mängeln besteht kein Recht zur Wandlung des Vertrages.

7.4. Gewährleistungsansprüche berechtigen den Auftraggeber nicht zur Zurückhaltung des gesamten, sondern nur eines angemessenen Teils des Rechnungsbetrages. Der Auftraggeber verzichtet auch auf die Möglichkeit der Aufrechnung.

7.5. Für Übersetzungen, die für Druckwerke in welcher Form auch immer verwendet werden, besteht eine Haftung der Auftragnehmerin für Mängel nur dann, wenn der Auftraggeber in seinem Auftrag ausdrücklich schriftlich bekannt gibt, dass er beabsichtigt, den Text zu veröffentlichen, und wenn der Auftragnehmerin dafür Korrekturfahnen bis einschließlich jener Fassung des Textes, nach der vom Auftraggeber keinerlei Änderungen mehr vorgenommen werden, vorgelegt werden.

7.6. Für die Übersetzung von schwer lesbaren, unleserlichen bzw. unverständlichen Vorlagen, für auftragsspezifische Abkürzungen, die vom Auftraggeber bei Auftragserteilung nicht angegeben bzw. erklärt wurden, stilistische Verbesserungen bzw. Abstimmungen von spezifischen Terminologien (insbesondere von branchen- bzw. firmeneigenen Termini) und die richtige Wiedergabe von Namen und Anschriften bei Vorlagen, die nicht in lateinischer Schrift gehalten sind, besteht keinerlei Mängelhaftung. Aus diesen Gründen tritt bei nicht fristgerechter Übersetzung auch kein Verzug ein. Dies gilt auch für Überprüfungen von fremden Übersetzungen.

7.7. Für vom Auftraggeber beigestellte Ausgangstexte, Originale und dergleichen haftet die Auftragnehmerin, sofern diese nicht mit der Lieferung dem Auftraggeber zurückgegeben werden, als Verwahrerin im Sinne des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches (ABGB) lediglich für die Dauer von vier Wochen nach Fertigstellung des Auftrages. Eine Pflicht zur Versicherung besteht nicht. Für die Rückerstattung gilt Punkt 4.5. sinngemäß.

7.8. Aufgrund der technischen Gegebenheiten wird von der Auftragnehmerin für die Übermittlung von Zieltexten mittels Datentransfer (wie z. B. E-Mail) keine Haftung für dabei entstehende Mängel und Beeinträchtigungen (wie Virusübertragungen, Verletzung der Geheimhaltungspflichten, Beschädigung von Dateien) übernommen, sofern nicht ein grobes Verschulden der Auftragnehmerin vorliegt.

7.9. Alle Schadenersatzansprüche gegen die Auftragnehmerin, auch für Mangelfolgeschäden, sind, sofern nicht gesetzlich anderes zwingend vorgeschrieben, mit der Höhe des Rechnungsbetrages (netto) begrenzt. Ausgenommen davon sind Fälle, in denen der Schaden grob fahrlässig oder vorsätzlich von der Auftragnehmerin [d. h. lediglich durch die Übersetzung selbst, nicht durch den Ausgangstext] verursacht und verschuldet wurde oder Personenschäden nach dem Produkthaftungsgesetz vorliegen.

7.10. Für den Fall, dass der Auftraggeber die Übersetzung zu einem anderen als dem angegebenen Zweck verwendet, ist eine Haftung der Auftragnehmerin aus dem Titel des Schadenersatzes ausgeschlossen.


8. Eigentumsvorbehalt, Urheberrecht und Verschwiegenheitsverpflichtung

8.1. Alle dem Auftraggeber überlassenen Unterlagen im Zusammenhang mit dem Auftrag bleiben bis zur vollständigen Bezahlung aller aus dem Vertrag erwachsenen Verbindlichkeiten Eigentum der Auftragnehmerin.

8.2. Jegliche Art von im Auftrag nicht enthaltenen Unterlagen wie selbst erstellte Translation Memories, Terminologielisten, Skripten usw. bleiben geistiges Eigentum der Auftragnehmerin. Die Weitergabe und Vervielfältigung der Unterlagen darf nur mit Zustimmung der Auftragnehmerin erfolgen. Eine Übergabe von Translation Memories, Terminologielisten u. Ä. an den Auftraggeber auf dessen Wunsch stellt einen vom Auftraggeber zu vergütenden Zusatzauftrag dar.

8.3. Die Auftragnehmerin ist nicht verpflichtet zu prüfen, ob dem Auftraggeber an sich das Recht zusteht, die Ausgangstexte zu übersetzen bzw. übersetzen zu lassen und ist daher berechtigt, anzunehmen, dass dem Auftraggeber alle jene Rechte Dritten gegenüber zustehen. Der Auftraggeber sichert daher ausdrücklich zu, dass er über alle Rechte verfügt, die für die Ausführung des Auftrags erforderlich sind.

8.4. Der Auftraggeber ist verpflichtet, die Auftragnehmerin gegenüber allen Ansprüchen, die von Dritten aus Verletzungen von Urheberrechten, Leistungsschutzrechten, sonstigen gewerblichen Schutzrechten oder Persönlichkeitsschutzrechten erhoben werden, schad- und klaglos zu halten. Dies gilt auch dann, wenn der Auftraggeber keinen Verwendungszweck angegeben hat bzw. die Übersetzung zu anderen als den angegebenen Zwecken verwendet. Die Auftragnehmerin wird solche Ansprüche dem Auftraggeber unverzüglich anzeigen und ihm bei gerichtlicher Inanspruchnahme den Streit verkünden. Tritt der Auftraggeber nach Streitverkündigung nicht als Streitgenosse der Auftragnehmerin dem Verfahren bei, so ist die Auftragnehmerin berechtigt, den Anspruch des Klägers anzuerkennen und sich beim Auftraggeber ohne Rücksicht auf die Rechtmäßigkeit des anerkannten Anspruches schadlos zu halten.

8.5. Die Auftragnehmerin bleibt als geistige Schöpferin der Übersetzung Urheberin derselben und es steht ihr daher das Recht zu, als Urheberin genannt zu werden. Der Auftraggeber erwirbt mit vollständiger Zahlung des Honorars die jeweils vereinbarten Werknutzungsrechte an der Übersetzung. Der Name der Auftragnehmerin darf nur dann einem veröffentlichten Text bzw. Textteil beigefügt werden, wenn die gesamte Leistung unverändert von dieser stammt bzw. bei deren nachträglicher Zustimmung.

8.6. Die Auftragnehmerin ist zur Verschwiegenheit verpflichtet und hat auch von ihm Beauftragte zur Verschwiegenheit im selben Umfang zu verpflichten.


9. Allgemeines

9.1. Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen dieser Bedingungen berührt die Wirksamkeit des Vertrages im Übrigen nicht (salvatorische Klausel).

9.2. Sämtliche Änderungen, Ergänzungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen und sonstiger Vereinbarungen zwischen dem Auftraggeber und der Auftragnehmerin bedürfen der Schriftform, d. h. der beidseitigen Originalunterschrift oder der elektronischen Signatur.

9.3. Erfüllungsort für alle Vertragsverhältnisse, die diesen Geschäftsbedingungen unterliegen, ist der berufliche Sitz der Auftragnehmerin. Zur Entscheidung aller aus diesem Vertragsverhältnis entstehenden Rechtstreitigkeiten ist das am beruflichen Sitz der Auftragnehmerin sachlich zuständige Gericht örtlich zuständig.

9.4. Es gilt österreichisches materielles Recht als vereinbart.

Stand: Oktober 2018